Rapunzels Freiheit

Freiheit ist kein Gefühl. Sie ist eine Gewissheit.
Ein leises inneres Wissen, das sich zeigt, je mehr man sich an sich selbst erinnert.


Der erste Schritt aus einer sehr alten Geschichte

Es gibt Geschichten, die frü h beginnen. Und lange scheint es, als gä be es keinen anderen Weg, als in ihnen zu bleiben.
Man passt sich an. Man kämpft. Man versucht zu verstehen.
Und irgendwann kommt der Punkt, an dem klar wird: So geht es nicht weiter.
Rapunzels Freiheit setzt genau dort an. Nicht als Befreiung von außen. Sondern als erster Schritt.
Raus aus dem alten Turm. Mit allem, was dazugehört. Mit der Geschichte. Und mit dem, was daraus geworden ist.
Denn es geht nicht darum, das Alte zu verleugnen. Sondern darum, zu erkennen, dass in der tiefsten Wunde oft schon das erhoffte Wunder angelegt ist.
Nicht, weil das Geschehene dadurch richtig würde. Sondern weil genau dort liegt, was in diesem Leben verwandelt werden will.
Ich kenne diesen Weg. Und dieser erste Schritt lässt sich nicht immer allein gehen.

Der Zirkel
Dieser Raum ist ein geschlossener Begegnungsraum. Für maximal acht Frauen.

Wir treffen uns regelmäßig. In einem festen Kreis.

Ein Raum, der sich mit der Zeit entfaltet. Getragen von dem, was jede mitbringt.
Erfahrungen. Fragen. Brüche. Und das, was sich darin zeigt.

Alles darf da sein. Und bekommt seinen Platz.

Im gemeinsamen Dasein wird sichtbar, was lange im Hintergrund gewirkt hat.
Zusammenhänge klären sich. Bewegung entsteht. Jede in ihrem eigenen Tempo.

Es entwickelt sich ein Prozess, der sich nicht planen lässt – aber verlässlich und
verbindlich bleibt.

Für Frauen, die den ersten Schritt nicht mehr verschieben wollen.